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Mates, Media und Tee
Ein Zyniker könnte sagen, dass die Besatzung der Titanic den Eisberg wenigstens nicht gesehen hätte. Die Besatzung der StudiVZ (als Sammelbegriff für alle VZ-Seiten) hat den Eisberg nicht nur sehen müssen, sie hat anscheinend sogar das Ruder herum gerissen und genau drauf zu gehalten. “Da ein Eisberg, gib Stoff!”.
Nachdem die StudiVZ 2009 dem Klage-Eisberg des geistigen und stilistischen Vorbildes Facebook entgang, versucht man erneut konzeptionell hinterher zu schippern und steht nach einer Kollision mit einem schlechten Konzept kurz vor dem “Untergang“. Das StudiVZ-Team versuchte immer wieder mit Features wie Messenger, Buschfunk und seit neuestem “Apps” gegenüber den Fuktionalitäten des vermeintlichen Originals nach zu ziehen.
Die jüngste Verschlimmbesserung glänzt nicht nur durch ein grauseliges Layout, sondern es dürfte – wie bei den übrigen Features auch – wieder mit Funktionsstörungen zu rechnen sein. Die Reaktionen bei Twitter sind entsprechend. “#studiVz hat wieder einen Schritt getan, der mich der Abmeldung ein Stückchen näher bringt.” ist eine häufig genutzte Phrase. “Whao #studivz hat wieder aufgeholt und #facebook 1zu1 kopiert, kreativ ist anders #fail” zeigt auch recht eindrucksvoll die Wahrnehmung der Nutzer. Positive Kommentare habe ich zu diesem Zeitpunkt keine gesehen.
Bleibt die Frage, ob das einst so gehypte Schiff, die W.W.W. StudiVZ, wirklich untergeht oder doch noch die Kurve kriegt und sich konzeptionell vom älteren Pendant Facebook unterscheiden kann. Eines scheint klar: Ohne eigene auf die Zielgruppen Rücksichtnehmende kreative Innovationen wird es wohl nicht gehen.
… zum Glück bin ich kein Zyniker…
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