Schnüffelverbot für Arbeitgeber in sozialen Netzwerken?

Ja, es war schon ein echter Schock für viele tausend Nutzer deutscher Communities und sozialer Netzwerke, als auf einmal die Medien immer häufiger darüber aufklärten, dass alles, was man im Netz veröffentlicht, auch öffentlich zugänglich ist; wie zum Beispiel auch für den (zukünftigen) Chef.

Wer hätte schon ahnen können, dass nächtliche Alkoholeskapaden, einmal auf digitalem Zelluloid gebannt, auf internationalen Servern gespeichert und der breiten Weltöffentlichkeit zugänglich gemacht, nicht vor Leuten „sicher“ sind, die es nicht sehen sollen? Man kann nur erahnen, wie viele Fremdgeher auf diesem Wege erwischt, Jobbewerber abgelehnt und Muttis über die Freizeitgestaltungen ihrer Kinder aufgeklärt wurden.

Seis‘ drunm! In Zukunft wird alles besser. Zumindest was Bewerber für Jobs angeht und sofern es nach Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) geht. Die will nämlich den Datenschutz für Arbeitnehmer stärken. In dem verstärkten Schutz soll auch ein Verbot zum „Schnüffeln“ in Facebook und Co enthalten sein:

Auch die Internetrecherchen über Bewerber sollen beschränkt werden. Was im Internet über einen Bewerber allgemein zugänglich sei, dürfe auch der Personalchef nutzen: „Aber er darf sich nicht in ein soziales Netzwerk einschleichen um auszuforschen, was ein Bewerber auf Facebook treibt.“
(Quelle: heute.de)

So fern man dabei nicht im Bundesjustizministerium davon ausgeht, dass ein erhobener Zeigefinger ausreicht, um die Arbeitgeber am Schnüffeln zu hindern, darf man durchaus gespannt sein, wie das umgesetzt werden soll.

Aus Mannheim beste Grüße

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