flattr it!

Sich im Internet zu bewegen ist in der Regel kostenfrei (bzw. für die Korinthenkacker unter uns: unentgeltlich). Im Netz Content zu generieren kostet allerdings immer Zeit und Zeit ist ja bekanntlich Geld. Speziell in der Bloggerszene wird häufig ein sehr großer Aufwand betrieben, ohne dass dieser entlohnt wird – neben Beruf, Haushalt, Frau und anderen Hobbys. flattr ist der Versuch ein einfaches und faires Bezahlsystem zu etablieren, um dieser Mühe Rechnung tragen zu können.

How to flattr…

Vorab: Ja, mit Werbung kann man in der Theorie natürlich auch den ein oder anderen Euro verdienen, aber das ist hier nicht der Punkt. Es geht darum, ein Bezahlsystem zu schaffen, mit dem der Nutzer (in diesem Fall wären Sie das, werter Leser…) direkt die Arbeit des Produzenten finanziell wertschätzen kann. Und das geht so:

Wer sich bei der Seite anmeldet, der verpflichtet sich pro Monat einen bestimmten Betrag zu spenden. Der Minimalbetrag beträgt 2,00 EUR, die Grenzen nach oben sind traditionell offen. Das flattr-Konto lässt sich z. B. per PayPal aufladen. Ist das Konto einmal eingerichtet, kann der Spendenstreifzug durchs Netz auch beginnen. In Zukunft wird es somit immer öfter vorkommen, dass folgender Button unter verschiedensten Beiträgen auf Blogs oder anderen Portalen zu finden sein wird.

Durch einen Klick auf diesen Button wird flattr signalisiert, dass man der entsprechenden Seite einen Teil der 2,00 EUR spenden möchte (wir gehen jetzt mal vom Minimalbeitrag aus). Klickt man pro Monat auf jeweils zehn Seiten ein Mal auf so einen Button, bekommt jede Seite 0,20 EUR. Der selbst eingestellte Maximalbetrag wird somit niemals überschritten.

Wie man sieht, handelt es sich also in der Regel um nicht allzu große Beträge. Hier soll die Masse den Unterschied machen und wenn man ehrlich ist, scheint dieses „Micropayment System“ gut gewählt zu sein. Potentielle Spender, die im Monat 2,00 EUR übrig hätten, gibt es im Netz wie Sand am Meer.

Wer nehmen möchte, muss auch geben.

Wer seine eigene Seite anmelden und den flattr-Button bei sich integrieren möchte, der muss auch ein Spendenkonto mit dem bereits bekannten Minimalbetrag anlegen. So soll sichergestellt werden, dass nicht nur jeder passiv darauf wartet etwas Geld zu bekommen, sondern dass eine gewisse Dynamik entsteht.

Ob flattr das Konsumverhalten im Internet ändern kann, sei dahingestellt. Man ist es nun mal gewohnt, die meisten Infos kostenfrei zur Verfügung gestellt zu bekommen.

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