Gewalt in Computerspielen: Neue Serie auf Mates Media

Gewalt in Computer- und Videospielen ist ein Dauerbrenner. Zumindest, wenn gerade Wahlen anstehen und oder irgendein Fall von Jugendgewalt auftritt, den man mit Computerspielen in Verbindung bringen könnte. Es wird Zeit, dass sich das ändert! Mit der neuen Serie „Gewalt in Computerspielen“ wollen wir das Thema systematisch und vorurteilsfrei beleuchten.

Das Thema „Gewalt in Computerspielen“ – von Killerspielen und Hexenverbrennung

Der vermeintliche Kern der Debatte ist die Frage, ob Gewalt in Computerspielen aus Kindern und Jugendlichen mordlüstige und abgestumpfte Killer macht. Einigen Vertretern dieser Position mag diese Formulierung polemisch anmuten. Doch genau so ist diese Position auf den Punkt zu bringen. Man mutmaßt kausale Zusammenhänge zwischen dem Konsum gewalthaltiger Computerspiele und dem gewaltätigen Verhalten von Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Auf eine überspitzte Formel gebracht: Wenn Computerspieler, dann Killer. Das ist natürlich Unfug und alle Beteiligten dürften mir dabei zustimmen. Doch dieses Stigma haftete man den Spielern an. Es ist also wichtig, diese Diskussion ohne Hexenjagd durchzuführen. Das richtet sich in erster Linie an die Medien und an selbsternannte Aufklärer, die Großinquisitor gleich ein hohes Maß an Ignoranz und mangelnder Recherche zeigen.

„98% aller Amokläufer spielten Killerspiele.
100% aller Amokläufer aßen Brot.
Verbietet Brot!“

Auf der anderen Seite darf man aber auch nicht den pauschalen Mantel der Harmlosigkeit über Computerspiele ausbreiten. Jugendschutz und moralische Grenzen gibt es auch hier, die nicht herunter geredet werden können. Ein Achtjähriger, der sich jeden Tag zehn Stunden Doom antut, ist sicherlich ein bedenklicher Fall. Doch hier verlassen wir schon wieder das eigentliche Thema. Denn Jugendschutz ist eine andere Baustelle, obwohl sie natürlich mit dem Thema Gewalt in Computerspielen verbunden ist.

Zum Autor – Warum ich über Gewalt in Computerspielen schreibe

Der ein oder andere wird es schon herausgelesen haben: Ich bin selbst Computerspieler und das seit mindestens 20 Jahren. Ich spiele dabei ausschließlich auf dem PC, weil es mir vor allem Strategiespiele angetan haben, deren Umsetzung sich auf Konsolen immer noch recht schwer gestaltet. Darüber hinaus habe ich Medien- und Kommunikationswissenschaften studiert und auch dort mit dem Thema Berührung gehabt. Ich werde daher nicht umhin kommen, auch die Forschung zu bemühen. Das hier ist aber nicht als wissenschaftlicher Beitrag sondern als gesellschaftlicher Diskurs gedacht.

Ich bin der Meinung, dass Medien und ihre Nutzung diskutiert werden müssen. So wie in allen Bereichen unserer Gesellschaft müssen wir uns auch bei Computerspielen fragen, wie wir damit umgehen wollen und ob etwas gut oder schlecht für uns Menschen ist – was letztlich das Maß aller Dinge ist. Das bedeutet, dass es auch Stellen gibt, an denen Computerspiele, deren Produzenten und Konsumenten kritisch zu betrachten sind.

Quo vadis Mates Media?

Wo noch nie ein Zocker zuvor gewesen ist! Im Rahmen dieser Serie möchte ich bestimmte Aspekte der Diskussion um Gewalt in Computerspiele jeweils herauslösen und bearbeiten. Denkbar wären hier etwa Gewalt in der Gesellschaft als Grundlage für das Problem Gewalt in Computerspiele. Aber auch Forschungsstände, gesetzliche Regelungen und Beiträge aus der Blogssphäre wären hier denkbar. Der nächste Artikel befasst sich zunächst einmal mit dem, was ich Hexenjagd genannt habe. Also der Frage, wie derzeit über das Thema diskutiert wird.

Sobald er fertig ist, findet ihr ihn in der Kategorie „Gewalt in Computerspielen“

Alle Kommentare, Beiträge, Wünsche sind willkommen. Das hier soll ein Diskurs werden.

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