Von Osamas Tod und wer darüber getwittert hat

Etwas so abgefahrenes habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Zehn Jahre, nachdem die Twin-Towers einstürzten, wird Osama bin laden (Grüße an die Jungs von der CIA, die das hier lesen) bei einer Kommandoaktion der Amerikaner getötet. So weit, so unspektakulär. Aber was passiert? Ein ahnungsloser Pakistani twittert über die Ereignisse vor Ort ohne zu wissen, was eigentlich passiert. Obama und Clinton schauen dem Einsatz in einer Szenerie zu, die an Jack Bauer und 24 erinnert und Fox lässt es sich nicht nehmen „aus Versehen“ statt „Osama bin laden killed…“ allen Ernstes „Obama bin laden killed…“ in einem Tickertext zu schreiben. Alles nachzulesen im Basic Thinking Blog.

Es war im Fernsehen, es muss wahr sein

Das dazu ausgewählte Bild könnte kaum besser gewählt sein. Zwischen Obama und Clinton sind dutzende Figuren aus Film, Fernsehen und Geschichte retuschiert. Der mediale Wahnsinn bekommt ein Bild und ich erinnere mich plötzlich an den Satz: „Es war im Fernsehen, es muss wahr sein.“

Überholt! Könnte man nun sagen, denn gleich ein Artikel weiter berichtet Basic Thinking davon, dass in Amerika zum ersten mal weniger Fernseher verkauft wurden als im Vorjahr. Heißt es also in Zukunft vielleicht: „Jemand hat es getwittert, es muss wahr sein“?

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Ein Gedanke zu “Von Osamas Tod und wer darüber getwittert hat

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