Was wir lernen müssen, um in der digitalen Gesellschaft nicht unterzugehen

Dass sich die Welt um uns herum gerade in den letzten Jahren, in denen alles so viel digitalisierter wurde und das Internet im Grunde allgegenwärtig ist, sehr verändert hat, ist sicherlich nicht von der Hand zu weisen. Das lässt sich z. B. an offensichtlichen Tatsachen festmachen, wie z. B. dass so gut wieder jeder mittlerweile im Zug, im Café oder sonst wo ein internetfähiges Gerät bei sich hat. Eine der Folgen dieses Wandels ist, dass wir im Grunde durchgehend mit allen möglichen Informationen und Nachrichten fast schon bombadiert werden. Wie man damit am besten umgeht, hat uns allerdings keiner beigebracht.

Diesem Thema hat sich auf der re:publica XI der Mathematikprofessor und Philosoph Gunter Dueck in einem viel beachteten Beitrag gewidmet. Es brauche seiner Meinung nach eine neue Bildung, die vor allem die Persönlichkeitsentwicklung betone und die eben auf die veränderte Welt eingeht.

Stephen Downes – Spezialist für Online-Lernen, neue Medien, Pädagogik und Philosphie – hat sich vor einigen Jahren bereits darüber Gedanken gemacht was es dazu bedarf, um in dieser veränderten Welt gut zurechtzukommen. Die Kollegen von imgriff.com haben die durch Downes zehn aufgestellten Punkte ins Deutsche übersetzt.

Das Interessante daran ist, dass man laut Downes ganz grundlegende Dinge wieder neu lernen sollte. Als Beispiel kann hierbei Punkt 2 des Artikels genommen werden: Lerne lesen. Damit meint Downes jedoch natürlich nicht die Fähigkeiten einen Text zu lesen (wie man es eben in der Schule beigebracht bekommt), sondern ihn zu lesen, ihn auseinandernehmen und verstehen zu können. Wahrlich, speziell (angehende) Studierenden unter euch wird gerade dieser Punkt bekannt vorkommen, doch das Internet und die „neuen Medien“ sind in allen Schichten und Bildungsformen vorhanden, weshalb das Ganze sicherlich an Bedeuting gewinnt. Besonders wichtig fand ich jedoch Punkt 3: Lerne, wie man Wahrheit und Dichtung auseinanderhält. Gerade heutzutage, wo man – wie oben bereits schon erwähnt – durchgehend und unablässig mit Informationen beworfen wird und daher jeder meint, er könne bei allem mitreden (immerhin habe er „darüber gelesen“), scheint mir diese Fähigkeit eine ganz besonders wichtige.

Einige der Punkte sind sicherlich ein alter Hut und haben auch schon vor der Welt, die voller Internet steckt eine sehr große Bedeutung gehabt. Sich den Text allerdings mal durchzulesen und dadurch bewusst über einige Dinge nachzudenken, ist ganz bestimmt nie verkehrt.

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