Was ist eigentlich SEO – Suchmaschinenoptimierung?

Milliarden von Inhalten im Internet und nur Suchmaschinen können uns hindurch lotsen. Doch dann kam SEO, die sog. Suchmaschinenoptimierung, die einen Wettkampf um die Spitze der Suchergebnisse auslöste. Aber was ist das eigentlich und was sollten wir als Nutzer daraus lernen?

Es war schon ein Wink des Schicksals, dass mein Schreiberlings-Mate in seinem jüngsten Artikel über eine Philosophie neuer Medien berichtet, in der es um den veränderten Umgang mit informationsüberfluteten Medien geht. Kurz gefasst geht es darin um die einfache Tatsache, dass wir heute nicht mehr Inhalte bekommen und annehmen können. Nein, wir müssen aus einer schier unendlichen Fülle auswählen und dann noch überprüfen, ob das richtig ist, was man uns bietet. Das ist vielleicht demokratischer aber auch neu genug, dass das erstmal erlernt werden muss.

Und genau da stellt SEO, bzw. der Missbrauch von Suchmaschinenoptimierung (SEO) ein Problem dar. Wenn wir heute Inhalte aus dem Internet anfragen, gehen wir in der Regel zu einer der zahlreichen Suchmaschinen. Die bekannteste und einflussreichste, Google, hat sogar ihren Einzug in den Duden und damit in die offizielle deutsche Sprache gefunden. Ja, (Aufgepasst, Scrabble-Freunde!) „etwas googeln“ ist tatsächlich ein deutsches Wort. Aber woher weiß Google in welcher Reihenfolge die Millionen von Seiten als Ergebnis darzustellen sind? Google und alle anderen Suchmaschinen haben einen Algorithmus, mit dessen Hilfe sie die Inhalte nach Stichworten, sog. Keywords, durchsuchen und Bewerten.

Und das ist SEO

Und genau hier setzen schon seit Jahren gemeine Spammer und findige Geschäftsleute an. Sie versuchen die Suchergebnisse zu manipulieren, indem sie jeweils exzessiv Methoden anwenden, auf  welche die Suchmaschinen anspringen. Das können Links sein, das können HTML-Kniffe sein, das kann auch der bloße Spam des Internets mit sinnlosen Inhalten sein. Jeder von uns ist sicherlich schon einmal auf eine Seite gestoßen, die faktisch keinen Inhalt liefert, sondern auf seltsame Art und Weise nur einzelne Worte und Wortgruppen auflistet. Früher reichte es tatsächlich aus, solche „SEO-Texte“ in Fülle auf eine Seite zu bringen, um die Gunst einer Suchmaschine auf sich zu lenken. Keine Sorge! Das gehört der Vergangenheit an. Google & Co arbeiten hart daran, solchen Methoden den Gar aus zu machen, schließlich hängt ihr Kerngeschäft davon ab – gute Suchresultate nämlich.

Und jetzt? Was soll der Nutzer mit diesem Wissen anfangen?

Nun lieber Nutzer, ich verrate dir, dass du aller Wahrscheinlichkeit nach bei deiner letzten Googlesuche gerade mal die erste vielleicht sogar die zweite Ergebnisseite angesehen hast – und selbst das in dem Bruchteil einer Minute. In einer Zeit in der wir von Informationen überflutet werden, verwenden wir kaum Zeit auf Suchmethoden, die länger als ein paar Sekunden dauern. Das bedeutet, dass de facto alle Suchergebnisse von Seite 4 abwärts bedeutungslos sind. Jene Suchergebnisse auf den Seiten 1-3 hingegen machen das Rennen um die Aufmerksamkeit des Nutzers.

Das sind aber häufig jene Anbieter, deren ganzes Geschäftsmodell von eben jener Aufmerksamkeit abhängt. Jeder Preisvergleichsdienst, jedes Branchenbuch und jeder Dienst, der mit Werbung sein Geld verdient, ist auf Google-Treffer angewiesen. Oft gilt auch hier die Regel: Wer Geld hat, hat den technologischen Vorsprung, weil man es sich leisten kann viel Zeit und Geld auf die Verbesserung der eigenen Seite (im Suchmaschinen-Sinn), zu verwenden. Das bedeutet, dass man nicht darauf vertrauen kann, dass die Informationen, die ganz oben bei Google stehen, auch wirklich die Besten sind.  Wer sich also dafür sensibilisieren will, welche Informationen er aus dem Internet annimmt, der sollte sich dieses Mechanismus‘ Gewahr sein.

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