Das Web als Wörterbuch – Häppchen #5

Was tut man, wenn man ein Wort übersetzen möchte? Man geht zu einem Online-Wörterbuch. Davon gibt es viele und die sind sicher nicht neu. Selbst das bekannte Oxford Dictionary ist nur noch online (gegen Gebühr) zu verwenden. Dennoch geht es auch anders. Was wenn keine Redaktion, ein Wörterbuch pflegt, sondern das ganze Netz?

Die meisten von euch dürften LEO und ähnliche Online-Wörterbücher kennen, auf denen man praktischerweise nach Übersetzungen für einzelne Wörter suchen kann. Aber manchmal haben Worte mehrere Bedeutungen und manchmal haben mehrere Worte ein und die selbe Bedeutung nur eben in einem anderen Kontext.

Ein sehr interessantes Projekt auf diesem Gebiet trägt den Namen Linguee. Dabei handelt es sich um ein Online-Wörterbuch der besonderen Art. Hier ist das Web das Wörterbuch, wie der Claim der Seite schon verrät. Neben einfachen Übersetzungsanfragen, die aus der eigenen Datenbank beantwortet werden, liefert die Seite bei komplizierteren Phrasen Suchergebnisse von mehrsprachigen Webseiten.

Mehrheits-Wörterbuch? – Der Haken an User generated Content

Das ist insofern sehr praktisch, da der vollständige Kontext gezeigt wird und gelebte Sprache als Datengrundlage dient. Der Haken dabei ist  der – ich möchte ihn mal nach der großen Web-Enzyklopädie benennen – Wikipedia-Effekt. Unter dem Strich muss man die Ergebnisse immer kritisch betrachten und ggf. mehrere Ergebnisse mit einander vergleichen, um nicht falsche oder schlechte Übersetzungen zu übernehmen.

Dennoch ein schönes Beispiel von Schwarmintelligenz und Webkultur.

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