Mates Media hat ein neues Design

Ja, wir hatten den Blog lange sträflich vernachlässigt. Doch das ändert sich jetzt. Aber wir wollten nicht nur mit neuen Inhalten unsere Leser erfreuen, sondern auch mit einem neuen Outfit. Weiterlesen

Wenn Teenager nicht schlafen, sind sie Online – Neue Medienkultur ein Problem?

Ein Mädchen in der Bahn, welches ununterbrochen mit dem Handy tippt, um vermutlich die Abendplanung mit dem kompletten Freundeskreis abzustimmen. Zwei Bekannte im Café, die sich gegenüber sitzen und beide das brandneue Macbook Pro vor sich stehen haben. Ein Junge, der an der Supermarktkasse Bier kauft und via Facebook-App ins Internet ruft, dass er noch unter 16 ist und die Dame an der Kasse nicht nach einem Ausweis gefragt hat. Die hier beschriebenen Bilder dürften jedem zumindest in abgeänderter Form bekannt sein, der mit offenen Augen durch die Welt wandert.

Laut einer Studie der Kaiser Family Foundation Ende März verbringen amerikanische Teenager im Alter von zwischen 8 und 18 Jahren durchschnittlich pro Tag 7,5 Stunden pro Tag mit einem Handy, Computer, MP3-Player oder Game. Neben Schule, Hausaufgaben, Ausbildung und den „alltäglichen Dingen“. Ist es also doch so, wie es Jean Baudrillard einst ausgedrückt hatte? Haben wir aufgehört miteinander zu reden, weil es ja so leicht ist miteinander zu kommunizieren?

Selbstverständlich werden wir jetzt alle den Kopf schütteln. Wir, die „Digital Natives“, wie wir regelmäßig in den Medien genannt werden. Wir, für die der Umgang mit Internet, Handy und Co. ein alltäglicher Bestandteil des Lebens ist. Wir, die die Medien schon lange nicht mehr nur dazu nutzen, um Informationen abzufragen, sondern ebenso um Informationen zu senden, uns mitzuteilen, auszutauschen und – ich sehe wieder reges Kopfschütteln – um Aufmerksamkeit zu erlangen.

Der Untergang der Zivilisation verschoben!

Es ist nichts neues, dass bei der Erfindung neuer Medien regelmäßig der Weltuntergang oder die vollkommene Zerstörung der uns bekannten Gesellschaft vorausgesagt wird. Gerne wird anschließend darüber so lange diskutiert bis niemand mehr versteht, was eigentlich das Problem ist. Das heißt aber nicht, dass man alles unkritisch hinnehmen sollte.

Tatsache ist, dass es noch nie so einfach war mit anderen Menschen in Kontakt zu bleiben oder Kontakte zu knüpfen. Dabei spielt es keine Rolle, wo sich der Mensch befindet. In den USA, in Papa Neuguinea, im Büro, im Nebenzimmer oder auf dem Klo. Die Hauptsache ist, er hat Handyempfang und/oder eine Internetverbindung. Wenn man sich jedoch die Form der Kommunikation anschaut, könnte man durchaus den Eindruck gewinnen, dass unserer Generation die hohe Kunst des miteinander Redens abhanden gekommen sei. Während das Handy z. B. ursprünglich hauptsächlich dazu gedacht war, um mobil auch über Distanz miteinander reden zu können und es sich beim Short Message Service (ja, die ominöse SMS…) um ein Nebenprodukt handelte, avancierte das Versenden von Kurznachrichten bei vielen zum Megastar unter den Handyfunktionen. Nicht umsonst entwickelte man Hilfen wie T9 oder wie sie sonst alle heißen mögen. Statt also drei Minuten miteinander zu telefonieren werden mittlerweile fünf SMS benötigt, um die Verabredung von halb acht auf halb neun zu verlegen. Ähnlich verhält es sich bei facebook, studiVZ oder ähnlichen Communities. Lange Nachrichten sind eher selten, stattdessen dominieren kurze Statusmeldungen, die wiederum von kurzen Kommentaren beantwortet werden. Tausende Bekanntschaften, deren kompletten Alltag man kennt, da er teilweise minutiös als Status gepflegt wird, die man letztendlich aber kaum kennt, da man sich nicht wirklich mit der Person auseinandersetzt, sie nicht hinterfragt, sich nicht ein echtes Bild von ihr und ihrem Charakter macht.

Die neue Medienkultur ist also böse?

Letztendlich soll es hier jedoch nicht darum gehen die neue Medienkultur zu verfluchen, sie zum Teufel zu jagen und diejenigen zu verurteilen, welche sie tagtäglich nutzen. Wie könnte ich auch? Habe ich doch selbst einen facebook-Account, schreibe ich doch selbst hunderte SMS im Monat, fülle doch auch ich ab und zu meinen Status, um die Welt wissen zu lassen wie ich mich fühle oder was ich denke. Es geht viel mehr darum sich über diese neue Art der Kultur Gedanken zu machen, sie zu begreifen und sie somit bewusst zu gebrauchen, um eben nicht nur einfach miteinander zu kommunizieren, sondern um tatsächlich miteinander zu reden. Das bedeutet – einmal mehr in der Geschichte – dass wir heraus finden müssen, wie wir unsere Medienkultur so verändern, dass sie zu etwas Gutem führt.

Song zu diesem Artikel:

Chapeau, aus Berlin.

GTA 1 als Gratisdownload

Die Schaffensliste der Spieleschmiede Rockstar Games dürfte den einen oder anderen Zocker durchaus in Entzückung versetzen. In der Geschäftshistorie sind unter anderem die Midnight Club Reihe, Max Payne, Man Hunt, die GTA Reihe und das erst kürzlich erschienene Red Dead Redemption zu finden.

Auf chip.de heißt es nun: back to the roots! Dort gibt es nämlich den ersten Teil der grandiosen GTA-Reihe „Grand Theft Auto“ kostenlos zum Download. Wer also mal wieder Lust auf ein grandioses 2-D Spiel aus der Adlerperspektive hat und/oder alte Erinnerungen wiedererwecken möchte, sollte sich die 328,4 MByte große Vollversion nicht entgehen lassen!

Der Link zum Download: GTA

Viel Vergnügen!

Chapeau, aus Berlin.